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Empfindlichkeitsbestimmung
Die Bestimmung der Empfindlichkeit bakterieller Isolate gegenüber Antiinfektiva geschieht durch Ermittlung der Minimalen Hemmstoff-Konzentration (MHK) anhand von Bouillon-Mikrodilutionstests in der täglichen Laborroutine. In allen beteiligten Laboratorien erfolgt die Empfindlichkeitsbestimmung mit dieser Methode und für das gesamte, täglich anfallende, klinisch mikrobiologische Material. Gegenwärtig werden für die Empfindlichkeitsbestimmung folgende Systeme akzeptiert:
- MICRONAUT ® / Firma Merlin Diagnostika GmbH (Hersel)
- VITEK 2 ® / Firma bioMérieux Deutschland GmbH (Nürtingen)
- PHOENIX ® / Firma Becton Dickinson GmbH (Heidelberg)
- manuelle Testung nach DIN 58940-8
Vier von gegenwärtig sechs Laboratorien benutzen das Micronaut-System. Hierbei werden in einem automatischen Verfahren Mikrotiterplatten mit 384 Kavitäten, die die Vakuum getrockneten Antibiotika enthalten, mit einer frisch beimpften Müller-Hinton Bouillon (Becton Dickinson/Difco; Heidelberg) befüllt. Für GENARS-Teilnehmer ist eine Charge einer Kationen adjustierten MH II Bouillon reserviert. Entsprechend den DIN-Vorgaben enthält das Inokulum 5 x 105 KBE/ml. Die Auswertung erfolgt photometrisch. Die Zahl der getesteten Antibiotika ist variabel und kann den spezifischen Bedürfnissen und den jeweiligen Resistenz- und Marktsituationen angepasst werden.
Die Bewertung der Ergebnisse anhand von Grenzwerten erfolgt routinemäßig entsprechend den DIN-Richtlinien. Nur für solche Antibiotika, für die keine DIN-Grenzwerte vorliegen, werden Grenzwerte anderer Normen verwendet. Da in der GENARS–Datenbank ausschließlich unvalidierte MHK-Werte eingehen, können Bewertungen nach jeder beliebigen Norm (NCCLS, SFM, Epidemiological Cut-Off Values, etc.) vorgenommen und somit die Vergleichbarkeit zu Daten anderer Projekte und Publikationen hergestellt werden.
Auflistung der von GENARS verwendeten Grenzwerte
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